






Um es direkt vorweg zu nehmen: Robusta ist im Gegensatz zu Arabica keine klassische Bohnensorte, sondern eine sog. Varietät. Die Kaffeepflanze dazu nennt sich Coffea canephora. Und neben Robusta gibt es noch viele, viele andere Varietäten.
Zugegebenermaßen wird Robusta als der Gegenspieler der Arabica beschrieben und das mit einem beeindruckenden Image. So wird behauptet, Robusta eine der zwei Hauptarten von Kaffeebohnen ist, die in der Welt angebaut werden. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Hier sind einige Merkmale der Robusta-Bohnen:
Pflanze (Coffea canephora): Die Kaffeepflanze, die hinter Robusta steck, wissenschaftlich als Coffea canephora bekannt, ist im Vergleich zur Arabica-Pflanze robuster und widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Sie gedeiht in niedrigeren Höhenlagen und höheren Temperaturen.
Geschmack: Kräftiger Geschmack: canephora-Kaffee ist bekannt für einen kräftigen, oft als bitter oder erdiger beschriebenen Geschmack im Vergleich zu Arabica-Kaffee.
Mehr Koffein: Canephora-Bohnen enthalten in der Regel mehr Koffein als Arabica-Bohnen.
Anbauorte: Niedrige Höhenlagen: Robusta wird häufig in niedrigeren Höhenlagen angebaut, insbesondere in tropischen Regionen wie Teilen Afrikas, Asiens und Brasiliens.
Wirtschaftliche Aspekte: Robustere Pflanze: Da die Robusta-Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten ist und unter unterschiedlicheren Bedingungen gedeiht, ist der Anbau von Robusta oft kostengünstiger im Vergleich zu Arabica.
Verwendung: Espresso und Mischungen: Aufgrund seines kräftigen Geschmacks und höheren Koffeingehalts wird Robusta oft für die Herstellung von Espresso und in Mischungen mit Arabica verwendet, um dem Kaffee eine intensivere Note zu verleihen. Auch richtig ist, dass der Crema-Anteil, also das, was sich auf dem Kaffeegetränk findet, stärker ausgeprägt ist und in der Wahrnehmung den typisch italienischen Kaffee darstellt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Vorlieben für Arabica oder canephora stark von persönlichen Geschmacksvorlieben abhängen. Einige Menschen bevorzugen den milderen Geschmack von Arabica, während andere die kräftigere Note von canephora bevorzugen. Oft werden auch Mischungen beider Bohnensorten verwendet, um eine ausgewogene Geschmacksprofil zu erzielen. Und in der Tat kann man ganz außergewöhnliche Mischungen mit sog. Blends erzielen, wenn man weiß wie.